Phil Spector ein Mörder?

Phil Spector gilt als der wohl genialste Musikproduzent aller Zeiten. Sein Anfang der 60er Jahre kreierter Wall of Sound, von den Ronettes, den Crystals und später den Righteous Brothers zur Blüte gebracht, war eine technische Sound-Sensation. Seiner Zeit weit voraus.

Be my Baby oder River Deep Mountain High (Tina Turner) gehören zu den größten Produktionen, die je das Licht am Rock- und Pophimmel erblickt haben.

Spector hat übrigens auch ein Album für Dion (österr. Deions) produziert (Born to be with you). Soviel zur genialen Seite von Phil Spector.

Dass Spector auch eine dunkle, eine sehr dunkle Seite hat, ist hinlänglich bekannt. Davon können einige berühmte Künstler im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied singen. Bei einer Studioaufnahme von John Lennon zückte Spector einmal seinen Revolver und schoss in die Decke. Dem sanften Barden Leonhard Cohen hielt er bei Aufnahmen zu “ Death of a Lady´s Man” die Waffe an die Schläfe. Und Dee Dee Ramone zwang er mit gezogener Pistole zum Bassspielen. Noch vor relativ kurzer Zeit bekannte Spector selbst, ziemlich verrückt zu sein, an einer Bipolarität zu leiden. Spector gilt deshalb in Hollywood als einziger Star, der seine drei Bodyguards nicht zum eigenen Schutz, sondern zum Schutz der Mitmenschen beschäftigt.

Leider konnten die drei Bodyguards nicht die Katastrophe verhindern, die sich 2003 im Haus von Spector abgespielt hat. Eine bislang erfolglose, blonde B-Movie Schauspielerin kam zu Tode. Durch einen Schuss in den Kopf. Gefunden wurde sie mit zerschossenen Mund, beleuchtet von Kerzen und bewacht von zwei stummen Ritterrüstungen. Zeugen bekunden, ein Geständnis von Spector gehört zu haben. Er hingegen sagt “Sie küsste die Waffe und drückte selbst ab”.

Der Prozess gegen Spector hat jetzt begonnen. Es dürfte das Medienereignis des Jahres werden. Spector wird die besten Anwälte Amerikas bitter nötig haben. Es wird eng für den Schöpfer des Wall of Sound. Spector könnte sich durchaus bald in einem Wall aus Gitterstäben wiederfinden. Auf Lebenszeit

Zurück zur Homepage