Mit der DEKA in Paris

Top-Berater der deutschen Sparkassen in Paris

Im berühmt-berüchtigten Pariser Nachtclub “Le Quin” geben sich um drei Uhr morgens normalerweise allerlei schillernde Geschöpfe der Nacht die Ehre. Am ersten Oktober 2006 ist der Club allerdings fest in seriöser Sparkassenhand. Ein schlacksiger, weißbeschopfter Herr am Rande der Tanzfläche blickt versonnen auf die zu heißen Discorythmen zuckenden Sparkassenleiber. Seine Augen leuchten ungefähr so intensiv wie die 20.000 Glühlampen am nahe gelegenen Eiffelturm. Ein aus tiefstem Herzen geschwäbeltes “Subber” entfleucht seinem Mund. Damit zieht Adalbert Strohbeck, unser allseits bekannter Partner von der Deka, ein prägnantes Fazit unter einem Hauptpreis, der diesen Namen wirklich verdient.


Baguette-Orchester am Place Vendome

Zur Erinnerung: Die Deka hatte für die verkaufstärksten deutsche Sparkassen und Landesbanken im Fondsbereich eine Parisreise als Hauptpreis ausgelobt. Ende September finden sich folglich 12 Berater unseres Haus am Flugschalter der Air France im Erdinger Moos ein. Eine in der Relation stattliche Zahl von Mitarbeitern Sie kündet von den zunehmenden Erfolgen unseres Hauses beim Fondsabsatz.

Fragen wirft allenfalls der Riesenkoffer unserer Spitzen-Fondsverkäuferin Angelika Bertuleit auf. Hartnäckig leugnet sie bis zum Schluss, einen Stapel Fondsprospekte in petto zu haben. Der schwere Koffer ist aber nicht der Grund für den deutlich verspäteten Take Off. Auch nicht der verwegene Hut unseres Heinz Oberhorner, der problemlos den Sicherheitscheck passiert. Nein, hartnäckiger Nebel hält die Boing 737 am Boden. Diese von oben verordnete Verzögerungspanne soll denn auch das einzige Missgeschick eines fantastischen Wochenendes bleiben.


Am Aeroport Charles De Gaulle setzt eine bestens geölte Programm-Maschinerie in Gang, für die vor allem der smarte Guillaume und sein Team von der Pariser Event Agentur verantwortlich zeigen. Aber vorher gibt es noch ein großes Hallo mit den vorwiegend aus dem baden-württembergischen kommenden Sparkassenkollegen. Charmante französische Reiseführerinnen übernehmen das Ruder und geleiten uns, vorbei am Stade de France, vorbei am Place de Clichy und seinem berühmten Cafe Wepler (Mein absoluter Buchtipp: Stille Tage in Clichy von Henry Miller), hinauf auf dem vom schneeweißen Sacré Coeur überragten Hügel der Künstler, Aussteiger und Extravaganten. Wir sind am legendären Montmarte.

 Die Zeit vergeht nun wie im Fluge. Bereits am Abend erwarten uns die Bluebell Girls und die Lido Boy Dancers im berühmtesten Cabaret der Welt – dem Lido. Bekleidet mit viel zauberhaftem Nichts entführen sie uns auf eine Reise voller Emotionen und Überraschungen. Und sorgen im ohnehin warmen Panoramasaal des Lido für zusätzliche Schwitzattacken. Bonheur (Glück) nennt sich die seit der Gründung des Lido im Jahre 1946 mittlerweile 26. Revue des Cabarets.

Tags darauf treten wir in die Fußstapfen eines Bernardo Bertolucci oder Claude Chabrol und drehen – bewaffnet mit einer Video Camera und guten Profitipps - einen Film vor Pariser Kulisse. Neun im Stadtgebiet verteilte Sparkassenteams kämpfen oder besser: spielen um den Movie Award der Deka. Letzterer wird abends im Le Quin verliehen. Die Präsentation der Filme ist ein großer Spaß. Enormes Improvisationstalent der Sparkassen-Fondsverkäufer entfaltet sich auf Zelluloid und lässt sogar die begleitenden professionellen Filmcutter anerkennend nicken. Da werden gelbe Rosen an verdutzte Pariserinnen verschenkt, da wird die Pariser Müllabfuhr personell verstärkt und am königlichen Place Vendome formiert sich ein Baguette-Orchester und, und, und

Nach der gewaltigen cineastischen Herausforderung am Vormittag kann – mich zumindest – nichts mehr erschüttern. Auch nicht die Frage einer farbigen Passantin zu später Stunde nach einer passenden Boîte de Nuit (Nachtclub) in der Nähe. “Keine Ahnung, ich komme aus Deutschland”, sage ich. “Il´ya aussi des “Black” en Allemagne?” (Gibts in Deutschland auch Schwarze?), fährt sie fort . Da kann ich sie beruhigen. “Au moins, chez nous en Bavière il´y en a assez!” (Zumindest bei uns in Bayern gibt´s genug davon, das nette Mädchen musste ja nicht wissen, dass meine Antwort auf die politischen Verhältnisse in Bayern abzielte). Selbst der Abreisetag bietet erstklassige Highlights: Stadtrundfahrt, Mittagessen auf einer Insel im idyllischen Bois de Boulogne und dann sogar noch eine Fahrt auf der Seine in einem Bateau-Mouches.

 Ein großartiges Wochenende in einer großartigen Stadt geht zu Ende. Die Deka-Leute können stolz sein auf ihren diesjährigen Hauptpreis. Adalbert Strohbeck macht uns schon den Mund wässrig auf die geplante Reise im nächsten Jahr: “Es wird wieder toll und es lohnt sich, beim Fondsverkaufen mächtig Gas zu geben.” Gwies is also nix. Nur eines scheint sicher. Im nächsten Jahr wird Angelika Bertuleit wieder am Flugschalter stehen und -natürlich ihr ominöser Koffer.
 

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